Eine Hochzeit im Belvedere Wien findet an einem einzigen Ort statt: Trauung, Empfang, Dinner und Feier liegen zwischen Barockgarten und Prunkräumen nur wenige Schritte auseinander. Auf dieser Seite steht, welche Räume das Schloss für Trauungen öffnet, wie viele Gäste in welchen Saal passen, was eine Trauung dort kostet und wie der Tag für eure Gäste abläuft. Dazu Bilder aus dem Oberen und dem Unteren Belvedere, von der Gartenallee bis zur Festtafel.
Zum Oberen Belvedere kommt ihr über den Garten, und dieser Weg gehört schon zum Tag.
Zwischen den beschnittenen Kegelbäumen der Allee liegt die Fassade frontal vor euch, das Gelände steigt dabei leicht an, und ihr habt das Schloss die ganze Strecke über im Blick. Seitlich davon steht ein schmiedeeisernes Gartentor mit Steinfiguren auf den Säulen, daneben eine Efeuwand, die sich im Herbst rot färbt.
Viele Paare machen das Getting Ready in einem Hotel im ersten Bezirk und fahren erst danach zum Schloss. Vom Zentrum sind es wenige Minuten, was den Vormittag entspannt hält: Ihr braucht keinen Puffer für eine lange Fahrt, und Gäste, die im Zentrum wohnen, kommen ohne Umsteigen her.
Das Belvedere besteht aus zwei Schlössern, die eine barocke Gartenanlage miteinander verbindet. Für Hochzeiten stehen beide offen, und sie unterscheiden sich deutlich.
Im Oberen Belvedere finden die Trauungen im Oktogon statt, einem achteckigen Raum mit 48 Sitzplätzen und Platz für höchstens 65 Personen. Das ist die kleinere, ruhigere Variante.
Im Unteren Belvedere liegen die Prunkräume: der Marmorsaal für bis zu 100 Gäste, der Groteskensaal für 80 und das Goldkabinett für 24. Dazu kommt der Kammergarten als Außenbereich, ebenfalls für 100 Personen.
Wer in Wien heiraten und dabei kirchlich trauen möchte, kann die barocke Schlosskapelle nutzen, dort passen 30 Personen hinein.
Wofür das Belvedere gut funktioniert, lässt sich in einem Satz sagen: wenn ihr eine Hochzeit bis etwa 100 Gäste plant, die von der Trauung bis zur Feier an einem Ort bleibt, und wenn euch der barocke Rahmen wichtiger ist als ein Ort, den ihr frei bespielen könnt.
Die Sperrstunde liegt bei vier Uhr früh, das Gelände ist barrierefrei erschlossen, und externes Catering ist zugelassen.
Drei Punkte solltet ihr dagegen vorher wissen.
Der erste sind die Kapazitäten. Der größte Raum fasst 100 Personen, das Oktogon im Oberen Belvedere höchstens 65.
Wenn ihr mit 130 Gästen rechnet, verteilt ihr euch über mehrere Räume. Für manche Paare ist das in Ordnung, für andere fällt die Location damit weg.
Der zweite ist der Museumsbetrieb. Der Garten ist öffentlich zugänglich, tagsüber sind dort Besucherinnen und Besucher unterwegs.
Über den Zeitplan lässt sich das gut lösen, wenn die Gartenfotos nicht in die Hauptbesuchszeit fallen. Ein leerer Schlossgarten am Samstagnachmittag im Juni ist allerdings nicht zu haben.
Der dritte ist der Preis. Allein die Trauung kostet 1.700 Euro im Oberen und 2.500 Euro im Unteren Belvedere, jede angefangene weitere Stunde wird zusätzlich verrechnet. Die Feier kommt obendrauf und wird individuell kalkuliert.
Wer nur Bilder im Schloss möchte, ohne dort zu feiern, zahlt für das Fotoshooting-Zeitfenster derzeit 850 Euro. Das Belvedere liegt damit im oberen Bereich der Wiener Locations, und das solltet ihr eingeplant haben, bevor ihr euch in die Gärten verliebt.
Für eine Trauung draußen ist die Gartenanlage ungewöhnlich gut geeignet, weil sie streng symmetrisch angelegt ist. Die Stuhlreihen lassen sich sauber ausrichten, der Mittelgang bleibt frei, und von den hinteren Reihen aus sieht man nach vorne, ohne den Kopf zu recken.
Da das Gelände leicht ansteigt, liegt in den Bildern räumliche Tiefe.
Eine freie Trauung im Garten habe ich dort im Sommer fotografiert, mit Traurednerin und Gästen in Reihen vor dem Paar. Was in den Bildern auffällt: Der Hintergrund bleibt über die ganze Zeremonie ruhig, weil die Anlage keine unruhigen Kanten hat.
Der späte Nachmittag ist für den Garten die verlässlichste Zeit. Die Sonne steht dann flacher, das Licht wird weicher, und die Gesichter bekommen keine harten Schatten.
Bei einer Trauung um die Mittagszeit im Hochsommer sieht das anders aus, weil im Garten kaum Schatten zu finden ist.
Plant für draußen trotzdem eine Alternative ein. Gerade wenn Gäste aus dem Ausland anreisen, ist es beruhigend, wenn der Wechselplan vorher steht und nicht am Morgen selbst besprochen wird.
Drinnen habt ihr die Wahl zwischen dem Oktogon und den Sälen im Unteren Belvedere. Die Räume sind so hoch, dass auch ein großer Blumenbogen nicht wuchtig wirkt, und die vergoldeten Wände geben dem Licht eine warme Farbe, ohne dass zusätzliches Licht nötig wäre.
Nach der Trauung geht es nach innen. Die Säle sind auf große Tafeln ausgelegt, und die Raumhöhe verträgt Blumenschmuck in einer Größe, die in einem normalen Saal überdimensioniert wäre.
In den Bildern von der Festtafel stehen die Statuen in ihren Wandnischen direkt hinter den Gästen, wodurch die Tafel eine feste Rückwand bekommt.
Für die Bestuhlung funktionieren beide Formen: eine lange Tafel über die Raumachse oder runde Tische im Karree. Blumenschmuck über die Tischmitte mit Kerzen dazwischen ist die Variante, die ich dort am häufigsten fotografiert habe.
Reden sind in diesen Räumen gut zu verstehen, weil sich der Schall gleichmäßig verteilt und nicht in einer Ecke hängen bleibt. Für internationale Gästegruppen, bei denen ohnehin konzentriert zugehört wird, ist das ein spürbarer Unterschied.
Gefeiert werden darf bis vier Uhr früh. Wie weit der Abend gehen kann, zeigt eine Hochzeit vom vergangenen Sommer: Der Gruppentanz mit Konfetti lief im Marmorsaal, die Breakdance-Einlage danach im Foyer.
Der Ablauf ist für Gäste leicht zu verstehen. Sie kommen über den formalen Eingang, gehen von dort in den Garten zur Zeremonie und anschließend nach innen zu Empfang und Dinner.
Niemand muss zwischendurch ins Auto steigen.
Wenn Gäste aus dem Ausland anreisen, vereinfacht das die Kommunikation im Vorfeld erheblich. Auf der Einladung steht eine Adresse, und der Rest erklärt sich vor Ort.
Die meisten Hotels im Zentrum liegen in kurzer Fahrt zum Schloss, was auch die Rückfahrt nach Mitternacht unkompliziert macht.
Weil Zeremonie und Dinner im selben Gebäudekomplex liegen, bleiben eure Gäste den ganzen Tag auf dem Gelände. Das hält den Zeitplan stabil, und es fällt niemand heraus, weil er den Anschluss verpasst hat.
Im Garten stehen euch weite, ruhige Flächen als Hintergrund zur Verfügung, dazu lange Sichtachsen entlang der Wege und die Fassade als Abschluss. In den Bildern von der Allee ist das Schloss klein im Hintergrund und ihr groß im Vordergrund, dadurch bleibt beides erkennbar.
Drinnen arbeiten wir mit dem, was die Räume hergeben: Fresken und Wandmalereien als Hintergrund, Kronleuchter über euch, Marmorböden, die das Licht von unten aufhellen.
Das Treppenhaus mit rotem Teppich, Statue und Kronleuchter funktioniert von unten ebenso wie aus der Vogelperspektive. Vor den großen Fenstern mit ihren Vorhängen wird das Licht weich, ohne dass ich zusätzliches Licht aufstellen muss.
Dazu kommt etwas, das in Wien selten möglich ist: An den Wänden des Belvedere hängt Kunst, und bei einer Hochzeit im vergangenen Sommer sind Portraits vor Klimts „Der Kuss“ entstanden. Ein Bild an dieser Stelle bekommt ihr in keinem anderen Wiener Palais.
Weil Trauung, Dinner und Feier im selben Gebäudekomplex liegen, bleibt die Bildsprache über den ganzen Tag hinweg zusammenhängend. Ihr bekommt keine Galerie, die in der Mitte den Charakter wechselt, weil zwischendurch die Location gewechselt wurde.
Ihr habt diesen Tag mit viel Sorgfalt vorbereitet. Ich passe auf, dass man das auf den Fotos sieht.
Eine standesamtliche Trauung im Oberen Belvedere kostet 1.700 Euro für 60 Minuten, im Unteren Belvedere 2.500 Euro. Jede weitere Stunde wird mit 800 beziehungsweise 1.500 Euro verrechnet. Eine kirchliche Trauung in der Schlosskapelle liegt bei 1.700 Euro. Ein Empfang im Anschluss beginnt bei 900 Euro für 30 Personen. Die Kosten für eine ganze Feier gibt das Belvedere auf Anfrage bekannt. Stand August 2026.
Das hängt vom Raum ab. Das Oktogon im Oberen Belvedere hat 48 Sitzplätze und fasst höchstens 65 Personen. Im Unteren Belvedere nimmt der Marmorsaal bis zu 100 Gäste auf, der Groteskensaal 80 und das Goldkabinett 24. Der Kammergarten im Freien ist ebenfalls für 100 Personen ausgelegt. In die barocke Schlosskapelle passen 30 Personen. Größere Feiern lassen sich über mehrere Räume verteilen.
Ja. Das Belvedere vermietet ein eigenes Zeitfenster für ein Hochzeitsfotoshooting, aktuell 850 Euro für eineinhalb Stunden. Das ist interessant für euch, wenn ihr an einem anderen Ort in Wien feiert und trotzdem Bilder im Schlossgarten oder in den Prunkräumen möchtet. Ein spontanes Shooting ohne Anmeldung ist auf dem Gelände nicht vorgesehen. Termine laufen über das Veranstaltungsteam des Museums.
Wenn ihr eine Hochzeit im Belvedere plant, findet ihr weitere Bilder von dieser Location in meiner Galerie: Hochzeitsfotos
Eine zweite Wiener Location mit eigenem Garten und Festsaal: Hochzeit im Gartenpalais Liechtenstein
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